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Das Leben und wie es schön spielt

Ja, ich habe wieder über alles nachgedacht.Habe wieder geweint, weil alles so läuft, wie es das tut.Habe wieder darüber nachgedacht, wie einfach es doch wäre, einfach von der Brücke zu springen und alles hinter mir zu lassen. Aber so ist das bei mir immer. Aber mal zu mir.Ich bin Emily, 17 Jahre alt, und wohne in einer Großstadt an der Lippe. Ich mache derzeit meine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau, bin im 2. Lehrjahr, aber es gefällt mir nicht. Nebenbei muss ich leider noch zur Schule, die mir genauso wenig gefällt.Die Menschen auf der Schule sind mir unheimlich. Eigentlich sind mir alle Menschen unheimlich, bis auf drei oder vier Ausnahmen. Wahrscheinlich gefällt mir deswegen das alles nicht. Großstadt-Menschen, Schule-Menschen, Arbeit-Menschen.Egal wo ich bin, sie sind immer da.Ja, neben diesem komischen Gefühl Menschen gegenüber habe ich noch ein- so sagen andere - negatives Bild vom Leben. Ich sage, es ist realistisch.Eigentlich leben alle nach dem Motto „Es kann nur besser werden“. Mein Motto ist eher „Es kann noch schlimmer werden“. Aber kann es ja auch. Wenn man denkt man ist ganz unten, kommt jemand und tritt einen die Kellertreppe runter. Theoretisch denke ich, dass es Menschen gibt, die einen in den Erdkern schießen können.Warum ich so denke? Nur vorab, ich habe nicht immer so gedacht. Auch ich dachte mal „Och, so ein Leben, total relaxt, alles ok“. Pustekuchen. Mit dem Alter habe ich gemerkt, dass Menschen, denen man vertraut, gleichzeitig die Macht haben, das ganze Leben zu ruinieren. Mit einem Satz, manchmal nur einem Wort. Deswegen finde ich Menschen unheimlich. Es ist eine Art „Schutz“ vor denen, weil ich keine Lust habe, dass ich noch tiefer als in den Keller getreten werde.. Da ist es schon dunkel und kalt genug.Ich habe schon einiges miterlebt..Was genau? Naja, eben die Menschen, die einen verletzen und es nichtmal merken.Dann wurde ich von der 5. bis zur 11. gemobbt, habe danach abgebrochen, weil ich der Meinung war, dass ich es nicht mehr lange da halte.. Oder allgemein es nicht mehr lange schaffe..Dann gab es noch Leute, denen ich scheinbar total egal war, obwohl sie sich eigentlich mehr kümmern sollten.. Und die, die dann deren Position eingenommen haben, sind gestorben. Dann hatte ich halt wieder keinen mehr. Dann hatte ich damals eine Person, zu der ich eine annähernd freundschaftliche Bindung hatte, sie wurde mit 17 von drei Jungs fast, naja, sie war allein im Wald, den Rest kann man sich dann ja denken. Kurz danach hat sie sich total zurückgezogen und mit niemandem mehr geredet.. Das war es dann mit Menschen. Mein bester Freund mit 17 (ja, ich hatte einen besten Freund..), von dem ich mehr wollte als Freundschaft, und er auch mehr von mir, meinte er jedenfalls für zwei Wochen, meinte mich gehen zu lassen mit den Worten „Verpiss dich, du Schlampe, ich will dich nie wieder sehen.“. Warum er das sagte, kann ich nicht sagen. Bis heute nicht.Ich hatte schon erwähnt, dass ich in der Nähe der Lippe wohne. Naja, in der Nähe eines Flusses sind meistens Brücken. Mein Entschluss war also relativ schnell gefasst. Nur war ich, als ich dann da stand, doch zu feige zu springen.. Das ist das, was ich mir bis heute teilweise vorwerfe. Ich hätte es da einfach machen müssen, das hätte mir einiges erspart. Auch egal. Mittlerweile bin ich fast über den misslungenen Suizidversuch hinweg. Und überlege, wie man es schmerzfrei gestalten kann, so ohne Blut und so. Und ohne dass andere Menschen mit einem Trauma davon kommen, Zug fällt also auch weg. Ja, auch heute habe ich noch Probleme. Arbeit und Schule, hatte ich ja schon erwähnt, meine Freunde, für die ich nach zwei Wochen schon Luft geworden bin..Ich habe ja nach der elf abgebrochen, habe meine Ausbildung angefangen und bin auf eine neue Schule gekommen. Und die, mit denen ich früher mehr Kontakt hatte, melden sich nicht mehr. Ob sie sich überhaupt für mich interessiert haben? Keine Ahnung, aber jetzt tun sie es scheinbar nicht mehr. Meine Gesundheit, die den Bach runtergeht. Ja, mit 19. Blut im Eimer, Rücken im Eimer, Knie im A**** und so Sachen. Ständig kriege ich zu hören „Da müssen Sie was ändern“, „das müssen sie lassen“ blih blah blubb.Ich ändere nichts, nicht wegen meiner Gesundheit. Wenn meine Gesundheit sagt „Hey, es ist Zeit zu gehen“, dann werde ich mich nicht dagegen wehren. Auch wenn mir alle sagen „Ändere was an deiner Einstellung“, „sei optimistisch“, „Du bist doch noch so jung“, „Lebe dein Leben“. Tue ich , nur etwas anders. Jetzt stand ich seit 9 Monaten nicht mehr an der Brücke, habe seit 4 Monaten die Klinge nicht angefasst, außer um mein Geodreieck zu schrotten. Mir wurde gesagt, es sei besser als mich zu ruinieren. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem ich nur noch abends weine, tagsüber meine personalisierte und perfektionierte Maske trage. Klappt auch ganz gut. Wenn ich dann Probleme habe, haue ich einfach ab, renne vor dem Problem weg, bis ich denke, dass ich stark genug bin dem Problem entgegenzutreten. Hat eine Weile gedauert, aber immerhin, es klappt. Und wenn ich dem Problem monatelang wegrenne, irgendwann habe ich genug Kraft, um dem Gegner entgegenzutreten. Und das immer auf anderen Wegen. Jetzt zum Beispiel indem ich diesen super interessanten Lebenslauf geschrieben habe, den letzten Endes doch keiner versteht. Keiner wird verstehen, wieso ich so denke, wieso ich auf bestimmte Fragen so reagiere wie ich es eben tu. Auch wenn ich ein 534 Seiten langes Buch schreibe. Ist mir aber egal, mir sind Meinungen der Menschen mittlerweile eh egal. Wahrscheinlich ist das der Grund, weswegen ich noch lebe. Weil mir gesagt wurde, ich solle verschwinden. Ich solle mich umbringen. Ich war eben schon immer ein Rebell, also mache ich nicht das, was andere mir sagen. Alles im Leben hat seinen Grund, und wenn ich doch irgendwann sterbe, weiß ich,dass auch das einen Grund hat. Bis dahin lebe ich mein Leben wie bisher, einsam und doch unter 1000 Menschen.Nichts ist einfach, es kann auch immer schlimmer werden, aber nie ohne Grund.Au revoir!
27.10.15 15:59
 


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